Wie du nach Weihnachten nicht in ein Loch fällst

Von Gewusel zu Stille. Von der gesamten Familie zu allein in der Wohnung. Von Braten zu leerem Kühlschrank. Alle Jahre wieder fühle ich mich nach den Feiertagen einsam, leer, als wäre ich verlassen worden.

Während ich in den Flieger zurück nach Berlin steige, wird mir klar, dass es nun wirklich vorbei ist. Die Tage, auf die ich mich das ganze Jahr gefreut habe, sind vorüber. Wie sehr ich Weihnachten mag, hab ich schon in meiner Liebeserklärung an Weihnachten aufgeschrieben.

Nun sitze ich im Flugzeug und frage mich: Hab ich die Feiertage genug genossen? Hab ich mir für alle genug Zeit genommen? Die Antwort auf diese Fragen ist ebenfalls alle Jahre wieder: Nein. Am Ende schaffe ich doch nicht alles, was ich mir eigentlich vorgenommen hatte und zum Genießen bleibt zwischen all dem Stress auch nur selten Zeit.

Ich schnalle mir den Gurt um und mein Magen zieht sich zusammen. Ich habe Heimweh, obwohl ich noch nicht mal weg bin. Noch steht der Flieger auf dem Rollfeld in Wien. Noch könnte ich rauslaufen, mein Gepäck allein nach Berlin fliegen lassen und mit dem Zug wieder zu meinen Eltern aufs Land fahren oder zumindest zu meinen Freund*innen nach Wien. Mein ganzer Körper wehrt sich gegen die Rückreise. Ich will zu Hause bleiben. Auf dem Land. Bei meinen Eltern.

Ließ den ganzen Text auf ze.tt

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